11.10.2017

Daniel Wolf: Der mit dem Ball tanzt

Gruppenliga Frankfurt West: Oberstedtener Ex-Phantom schlägt massiv zu

Daniel Wolf (rechts) war das Gruppenliga-Phantom. Foto: Jörg Schulz

Für den 1. FC Oberstedten ist er mit seinen erst 22 Jahren ein wahrer Glücksgriff: Daniel Wolf hat nach seinen elf Einsätzen bereits neun Treffer auf das Torkonto des West-Gruppenligisten eingebucht. Am vergangenen Sonntag in Nieder-Erlenbach traf der Vollblut-Stürmer so wie eine Woche zuvor an seinem Geburtstag beim FC Kalbach erneut dreifach.

Für den 1. FC Oberstedten, der in seine zweite Gruppenliga West-Saison geht, ist der aktuell achte Tabellenplatz unmittelbar mit einem Namen verbunden. Daniel Wolf erzielte bei seinen elf Einsätzen neun Tore, alleine sechs davon in den letzten beiden Spielen. "Zu Beginn der Runde hatte ich noch Pech, weil ein Rippenbruch dazwischen kam. So bin ich am Anfang nur eingewechselt worden", beschreibt Wolf die ersten Wochen der neuen Runde. Der 22-Jährige, der das Fußball spielen beim SV Zeilsheim gelernt hat, und über die Bundesliga-Jugendvereine von Eintracht Frankfurt und dem FSV Frankfurt den Weg erst einmal zur Reserve vom SV Wehen Wiesbaden fand, wurde dort nicht seßhaft: "Damals habe ich mit den Trainern nicht so viel Glück gehabt. Nach meiner Station dann in Oberrad vorletztes Jahr habe ich mir erstmal berufsbedingt eine einjährige Auszeit genommen", so Wolf.

Den Kontakt nach Oberstedten und zu Trainer Artur Rissling hat schließlich Gültekin Cagritekin, der vor zwei Jahren in Oberrad das Trainergespann mit Mustafa Fil in der Hessenliga bildete und zu dem Wolf einen guten Draht hat, hergestellt: "In Oberstedten haben wir eine geile Mannschaft, einen geilen Trainer und einen geilen Verein. Letzte Saison hatte ich schon sieben Spiele gemacht und wurde das Phantom genannt, weil ich jobmäßig mal da war, manchmal halt auch nicht", sagt Wolf scherzhaft, der innerhalb des letztes halben Jahres 15 Kilo abgenommen hat, sich aber konditionell noch weiterhin verbessern will.

Oberstedtens Trainer Rissling, der seine Spieler-Laufbahn beim 1. FC beendete und mittlerweile in seine sage und schreibe achte Saison als Übungsleiter gegangen ist, sagt grundsätzlich: "Ich bin ein Trainer, der selten Spieler heraushebt. So wie jetzt hat Daniel lange nicht gespielt. So langsam platzt bei ihm der Knoten. Ein Spieler ist aber ein Produkt von allen, und er ist der vorderste Mann in der Kette." Rissling, der den Kontakt zu Wolf über Cagritekin, mit dem er gemeinsam den Aufstieg als Aktiver beim FC Kalbach aus der Bezirksliga in die Gruppen- und anschließend in die Verbandsliga erlebte, setzt auf Alt Bewährtes: "Nach dem Spiel zusammensitzen, ein Bierchen trinken, das ist das, was Gemeinschaft ausmacht. Wenn wir auch in der Gruppenliga technisch mit vielen anderen Mannschaften nicht mithalten können, so kommen wir alle Verantwortliche vom Verein, über den Zusammenhalt, der weit bis ins Private reicht."

Autor: Christoph Wess

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