27.09.2017

Kapitäne der Region - heute mit Rene Brunner

Von Trash-Talk auf dem Platz und Paderborns Leon Fesser

Wald-Michelbachs Kapitän Rene Brunner durfte in dieser Saison schon ein paar Treffer bejubeln. Foto: Patrick Scheiber

In unserer Kategorie "Kapitäne der Region" wollen wir euch die Spielführer der Mannschaften etwas näher bringen. Wir haben einen kleinen Fragenkatalog zusammengestellt, den uns heute René Brunner vom Verbandsligisten Eintracht Wald-Michelbach beantwortet hat.

Name: René Brunner

Spitzname(n) in der Mannschaft: Richie

Geburtsdatum: 20.09.1993

Im Verein seit: 01.07.2013

Bisherige Vereine: TSV Auerbach, SV Darmstadt 98, 1.FC Kaiserslautern, SV Waldhof Mannheim, Kickers Offenbach, Eintracht Wald-Michelbach

Familienstand: ledig

Das verrückteste Spiel meiner Karriere war: Da fällt mir spontan das Hessenpokalspiel unter Flutlicht gegen TS Ober-Roden ein, das wir 7:8 im Elfmeterschießen verloren haben. In diesem Spiel sind wir bereits nach 120 Sekunden in Führung gegangen. Nach 90 Minuten und zwischenzeitlicher 2:1 Führung stand es 2:2. In der Verlängerung gehen wir 3:2 in Führung und kassieren in der 119. Minute das 3:3. Im Elfmeterschießen verlieren wir dann 7:8, nachdem ein gewisser Spieler, der immer noch im Dienste der Wald-Michelbacher tätig ist, den Elfmeter in Sergio Ramos Manier über den Fangzaun gefeuert hat.
Hinzu kommt, dass dieses Spiel eine Neuansetzung war. Das ursprünglichen Spiel wurde wegen Gewitter abgebrochen, nachdem ich meine Mannschaft mit meinem ersten Pflichtspieltor für die ETW in Führung gebracht habe.

Mein bester Feind am Fußballplatz ist: Jeder Gegenspieler, der Trash-Talk auf dem Platz mit mir beginnt. Oft stellt sich heraus, dass man sich privat mit den Spielern am besten versteht, die man auf dem Platz am wenigsten leiden konnte. Grüße an dieser Stelle an Janis Breuer und Ankido David.

Das wollte ich meinem ehemaligen Mitspieler André Roth schon immer mal sagen: Es wäre mir eine Ehre, eines Tages nochmal mit dir als Teamkollege auf dem Fußballplatz zu stehen, nachdem wir schon so viele gemeinsame Stationen hatten.

Die schönsten Grätschen bekommt in unserer Mannschaft Srdjan Stojnic hin. Er geht definitiv dahin, wo es weh tut. Ein Verteidiger, den man sich nicht als Gegenspieler wünscht.

Ich bin zum Kapitän bestimmt worden: Ich war in der letzten Saison der erste Führungsspieler, der sich trotz Umbruch sofort zum Verein bekannt hat und das Projekt unterstützen wollte. In dieser Saison hat mich unser Trainer Ralf Ripperger nun zum Kapitän bestimmt. Ich übe die Rolle aber nicht alleine, sondern gemeinsam mit Dalio Memic und Almedin Besic aus.

Das Tor ist bei mir hängengeblieben: Mein Tor im Hinspiel der Saison 16/17 gegen den VFR Fehlheim. Es war mein zweites Spiel nach einer schwerwiegenderen Operation und monatelanger Pause.

Das wollte ich meinem ehemaligen Trainer Sebastian Haag schon immer mal sagen: Der einzige Trainer, der auch außerhalb des Fußballplatzes auf diversen privaten und öffentlichen Veranstaltungen Flagge bekennt und ausschließlich im Ausgehanzug oder mindestens im Poloshirt des Vereines unterwegs ist.

Wenn ich traurig bin, dann rede ich mit jemandem darüber oder spiele Fußball.

Mein Lieblingsverein ist: Als Kind war das der 1.FC Kaiserslautern. Heute schaue ich mir nur noch die Champions League an.

Dafür schalte ich abends den Fernseher ein: Diverse Serien, z.B. Game of Thrones oder Suits.

Und deswegen mach ich ihn aus: Wenn es spannendere Dinge zu tun gibt.

Wenn du dir einen Spieler für deine Mannschaft wünschen könntest, wäre das Leon Fesser vom SC Paderborn. Ein langjähriger Freund, der seinen Traum, Profi zu werden, konsequent und erfolgreich verfolgt. Wenn er als Innenverteidiger Platz hat, dribbelt er in den freien Raum und sucht den vertikalen Pass. Das traut sich in der Verbandsliga kaum ein Innenverteidiger. Er wäre auch als Persönlichkeit eine Bereicherung.

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