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17.06.2017

Ugur Erdogan geht künftig für Bad Vilbel auf Torejagd

Verbandsliga Süd: Auch Hofmeier und Leonhardt kommen aus Kalbach

Ugur Erdogan (links) stürmt künftig für den FV Bad Vilbel. Foto: Patrick Scheiber.

Auch beim FV Bad Vilbel gibt es Veränderungen im Kader im Hinblick auf die anstehende Saison in der Verbandsliga Süd. Die Mannschaft von Trainer Amir Mustafic, die in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils auf dem dritten Platz der Abschlusstabelle landete und bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg in die Hessenliga mitspielte, verstärkt sich signifikant auf einigen Positionen.

Mit Torjäger Ugur Erdogan vom Ligakonkurrenten SG Bruchköbel haben die Brunnenstädter einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Der 24-jährige wechselte im Sommer 2015 vom damaligen Verbandsliga Süd-Absteiger SV Somborn zur SG Bruchköbel. In zwei Spielzeiten beim Main-Kinzig-Klub gelangen dem türkischen Angreifer in 54 Einsätzen 37 Tore. Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic begrüßt die Ankunft des Goalgetters am Niddasportfeld: "Ugur ist seit Jahren einer der besten Stürmer der Liga. Ich hoffe, dass er bei uns zu seiner Leistung findet und viele Tore für uns erzielen wird". Von Absteiger FC Kalbach kommen mit Markus Hofmeier und Kristian Leonhardt gleich zwei Stammspieler zu den Wetterauern. Der 23-jährige gebürtige Frankfurter Hofmeier absolvierte im Jahre 2011 zwei Spiele in der 2. Bundesliga für den FSV Frankfurt gegen Eintracht Braunschweig und bei Alemannia Aachen. In der Regionalliga war Hofmeier für den FSV Frankfurt II in 41 Partien aktiv und erzielte sechs Tore. Zusätzlich gab er ein kurzes Gastspiel bei Wormatia Worms, wo der Fußballer zwei Kurzeinsätze hatte.

Nach der Station 1. FC Eschborn in der Hessenliga 2014/15 mit 16 Einsätzen und einem Tor verschlug es den Offensivspieler in den Frankfurter Norden zum FC Kalbach, wo 58 Einsätze und ein Tor hinzu kamen. Gemeinsam mit dem 29-jährigen Innenverteidiger Kristian Leonhardt wechselt Hofmeier nun im Paket an das Niddasportfeld. Nach 64 Hessenliga-Spielen (ein Tor) für Eintracht Wetzlar, den FSV Fernwald und Viktoria Urberach wechselte Leonhardt 2013 an den Hopfenbrunnen. Mit den Kalbachern feierte der Abwehrspieler unter Trainer Gültekin Cagritekin 2014 die Meisterschaft in der Gruppenliga Frankfurt West und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga Süd, in der sich die Nordfrankfurter bis zum bitteren Abstieg am letzten Spieltag ausgerechnet in Bad Vilbel halten konnten. "Leonhardt bringt Stabilität in den defensiven Bereich. Der Kader wird noch konkurrenzfähiger und die Qualität steigt durch die Zugänge. Wir werden dann mit 15 oder 16 gleichwertigen Spielern in der Breite sehr gut besetzt sein", freut sich der Übungsleiter über die getätigten Transfers.

Horvatinovic zur FG Seckbach

Hinzu kommt noch ein Mittelfeldspieler aus Japan sowie mit Ivan Dramac und Krystian Palcewski aus der eigenen U19 kommen noch weitere Optionen hinzu. "Ich nehme sie mit in den Kader, weil ich glaube, dass sie sich durchsetzen werden. Die Jungs werden dazulernen und sich gut entwickeln", ist der Erfolgscoach überzeugt von den Neuen. Zum Kapitel Abgänge äußert sich Mustafic: "Menschlich sind das alles gute Jungs. Aber im Fußball ist es so, dass sich die Wege manchmal trennen und das muss jeder so akzeptieren". Hendrik Horvatinovic wechselt zum West-Gruppenligisten FG Seckbach, wo sein Bruder Julian bereits spielt. Den Verein verlassen hat auch Surafel Arefe. Das 20-jährige Eigengewächs kam immerhin in 16 Spielen der Verbandsliga Süd zum Einsatz. "Er hat im ersten Jahr im Seniorenbereich verhältnismäßig oft gespielt. Dann kam bei ihm aber ein kleiner Bruch. Er hat dann selbst gesehen, dass er kaum Chancen hat", kommentiert Mustafic diese Personalie. So kam das Talent in der Rückrunde nur noch zu vier Einsätzen und verlässt das Niddasportfeld mit noch unbekanntem Ziel.

Auch Domagoj Filipovic und der erst in der Winterpause von Absteiger Germania Großkrotzenburg losgeeiste Maximilian Waas sind schon wieder weg. "Mit Waas haben wir einen anderen Spielertypen geholt. Wir wollten es probieren, aber es hat nicht funktioniert", sagt Mustafic. Alles in allem glaubt der 42-jährige Bosnier, der mittlerweile in sein sechstes Jahr bei den Brunnenstädtern geht, dass seine Mannschaft ein Spitzenteam in der Verbandsliga Süd bleibt. Mit sechs Punkten Vorsprung vor Meister VfB Ginsheim landeten die Vilbeler auf Rang eins der Rückrundentabelle. Da der "Mustafic-Express" in der Hinrunde jedoch zeitweise stockte reichte es auch diesmal nicht zum ganz großen Wurf. Mit mehr Konstanz soll 2017/18 ein neuer Anlauf bei den Grün-Weißen unternommen werden. "Wir wollen uns wieder verbessern und oben angreifen. Aber die Liga gewinnt durch die Absteiger aus der Hessenliga und die Aufsteiger aus den Gruppenligen erneut an Qualität. Beim FC Hanau 93 sind sogar ehemalige Bundesligaspieler am Start", weiß Mustafic um das hohe Niveau in der Verbandsliga Süd.

Autor: Pedro Acebes

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