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14.02.2017

Schwanheim überrollt Meso-Nassau Wiesbaden

Testspiel: Zweistelliges Debakel der Gäste

Vierfacher Torschütze gegen Mesopotamien Wiesbaden: Schwanheims Danyal Tekin.

Mit 12:1 (5:1) hat Mitte-Verbandsligist FC Germania Schwanheim in einem weiteren Testspiel den SC Mesopotamien-Nassau Wiesbaden aus der Gruppenliga Wiesbaden überrollt. Das zweistellige Ergebnis war nicht unbedingt zu erwarten, da auf dem Papier zwischen beiden Vereinen nur eine Spielklasse Unterschied liegt.

FC Germania Schwanheim - SC Mesopotamien-Nassau Wiesbaden 12:1 (5:1)

Schwanheims Trainer Tomas Pelayo konnte dem Test trotz der klaren Unterlegenheit des Gruppenligisten positive Aspekte abgewinnen: "Die Erkenntnis ist, dass wir in der Offensive schönen und schnellen Fußball spielen, aber das wussten wir auch schon vorher. Wir haben heute versucht, die Torchancen intensiver und produktiver zu nutzen. In der ersten Halbzeit haben wir noch einige Chancen liegen lassen". In der Tat konnten die Gäste aus der Landeshauptstadt in der ersten halben Stunde noch mithalten, danach brachen beim Team von Spielertrainer Markus Bozan insbesondere in der zweiten Hälfte alle Dämme.

Dabei gingen die Schwanheimer zu Beginn noch verschwenderisch mit ihren Torchancen um. Antonio Susic, Artem Derevenko und Henok Teklab trafen in den ersten 33 Minuten jeweils aus günstigen Positionen nur den Pfosten. Besser machte es da Bahri Eyüp, der die "Schwäne" vor der spärlichen Kulisse von 18 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz mit einem Doppelpack nach einer Viertelstunde mit 2:0 nach vorne brachte. Die Wiesbadener bekamen nach einem Lattenabpraller einen Elfmeter zugesprochen, den Ahmed Baladi zum 2:1 verwandelte. Dann zog der Verbandsligist das Tempo wieder an und erhöhte innerhalb von nur vier Minuten mit drei Toren von Dominik Schlee, Bahri Eyüp und Michael Gorbunow zum 5:1-Halbzeitstand.

Guter Unterbau aus der A-Jugend

Nach fünf Spielerwechseln ging es im zweiten Durchgang nur noch in eine Richtung, nämlich auf das Tor von Rami Gorais. "Ich habe meiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben, dass wir weiter mit hohem Tempo spielen wollen. Wir wollten das Spiel nicht dahinplätschern lassen", erklärte der Schwanheimer Übungsleiter. Diese Anweisung setzten seine Schützlinge gut in die Tat um. Dabei trug sich alleine Danyal Tekin noch vier Mal in die Torschützenliste ein. Außerdem markierte noch Artem Derevenko zwei Tore. Zweistellig machte es in der 83. Minute Dominik Schlee mit seinem vorübergehenden Treffer zum 10:1.

Am Ende stand ein 12:1 gegen einen konfus agierenden Kontrahenten zu Buche. "Wir sind körperlich in einem guten Zustand. Das ist auch wichtig, um am übernächsten Freitagabend in Zeilsheim physisch top da zu stehen. Und die andere Erkenntnis ist, dass wir im Unterbau in der A-Jugend einige Jungs haben, die wir ohne Probleme einbauen können und auf die wir uns verlassen können. Das ist gut und das harmoniert. Die beiden Jungs, die heute dabei waren, haben sich super in die Mannschaft integriert. Sie haben einen tollen Ball und fast fehlerfrei gespielt", resümierte Pelayo.

"Wir werden den Zuschauern in Zeilsheim ein gutes Spiel anbieten".

Für den Punktspielauftakt am 24. Februar im Frankfurter Main-Taunus-Derby beim Tabellenzweiten SV Zeilsheim sieht Pelayo sein Team gut vorbereitet: "Der Gegner ist das Nonplusultra in der Klasse, auch wenn er aktuell Zweiter ist. In der Winterpause haben sie Regionalligaspieler und Hessenligaspieler gekauft. Wir werden den Zuschauern am Freitagabend ein gutes Spiel anbieten. Vielleicht ist auch eine kleine Überraschung drin".

Stenogramm:

FC Germania Schwanheim: Begher (46. Stilger); Mbenoun, Schlee, Susic (46. Radtke), Fouad (46. Bagdu), Müller, Gorbunow, Eyüp (46. Tekin), Mimi (46. Gadziev), Teklab, Derevenko - Trainer: Tomas Pelayo.

SC Mesopotamien-Nassau Wiesbaden: Gorais; Benchallal, Aires Silveira, Bozan, Odisho, Wojtysiak, Can, Salhi, Baladi (52. Ay), Duclervil, Shamoun - Trainer: Markus Bozan.

Schiedsrichter: Yahya Budarham (Schwalbach). Zuschauer: 18.

Tore: 1:0 und 2:0 Bahri Eyüp (9./15.), 2:1 Ahmed Baladi (24./Foulelfmeter), 3:1 Dominik Schlee (33.), 4:1 Bahri Eyüp (35.), 5:1 Michael Gorbunow (37.), 6:1 Danyal Tekin (63.), 7:1 Artem Derevenko (67.), 8:1 und 9:1 Danyal Tekin (72./82.), 10:1 Dominik Schlee (83.), 11:1 Artem Derevenko (84.), 12:1 Danyal Tekin (86.).

Autor: Pedro Acebes

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